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In den Northwest Territories dauert der Winter gerne mal 6 Monate – manchmal auch länger. Doch das ist kein Grund zur Traurigkeit. Denn der Winter ist hier im wahrsten Sinne des Wortes cool!

Nicht nur, dass die Temperaturen auf frostige -40° Celsius sinken können. Jede Menge außergewöhnlicher und phänomenaler Eindrücke warten hier auf neugierige Besucher, die den abenteuerlichen und magischen Winter in Kanadas hohem Norden einmal hautnah erleben möchten…

Sobald die Seen und Flüsse zugefroren sind, ändert sich die Straßenkarte der Region dramatisch: die sogenannten Ice Roads entstehen und erweitern das Straßennetz um spannende Alternativen. Zwischen Januar und März wird das Eis dieser neuen Strecken über einen Meter dick und hält sogar riesige LKWs aus. Wer kennt sie nicht aus dem Fernsehen, die Ice Road Trucker – urige Fernfahrer, die ihre Ladung über die Eisstraßen quer durch den Norden Kanadas transportieren? Aber man braucht keinen Laster, um die Ice Roads zu nutzen, ein normaler Mietwagen tut’s auch. Keine Sorge, wenn das Eis unter dem Fahrzeug knackt und dröhnt – die extra Portion Elch-Gulasch vom Vorabend ist sicherlich nicht schuld daran! Die Straßen führen von Yellowknife nach Dettah oder entlang des landschaftlich reizvollen Mackenzie Deltas von Inuvik nach Aklavik und über das Eis der Beaufort-See bis rauf nach Tuktoyaktuk.

Legendäre Eisstrasse

Wer die legendäre Eisstraße über den  Arktischen Ozean erleben möchte, muss im wahrsten Sinne des Wortes Gas geben. In diesem Winter werden das letzte Mal 171 km Eisstraße entstehen, die im nächsten Jahr durch eine Allwetterstraße ersetzt werden. Abenteuerlustigen Autofahrern steht ab nur noch „echte“ Straße zur Verfügung. Doch gottseidank gibt es in den Northwest Territories noch weitere Eisstraßen, auf denen man sich austoben kann.

Ice Road (cc) Ian Mackenzie;
Ice Road (cc) Ian Mackenzie;

Land der nichtaufgehenden Sonne:


Die Northwest Territories sind bekannt für ihre sonnenverwöhnten Sommertage mit bis zu 24 Stunden Tageslicht. Doch wussten Sie auch, dass die Sonne in einigen Gemeinden der NWT im Winter für rund einen Monat überhaupt nicht aufgeht? Während dieser Zeit, der Polarnacht, liegt die tägliche Sonnenbahn vollständig unterhalb des Horizonts. In Inuvik feiern die Einheimischen den ersten Sonnenaufgang des Jahres Anfang Januar im Rahmen des Sunrise Festivals mit einem Freudenfeuer und (wenn das Wetter es zulässt) einem Barbecue.

Farbfeuerwerk der Natur:


Wie ein Vorhang aus Lichtbändern erscheinen die Nordlichter der Aurora Borealis, wenn sie wirbelnd am nächtlichen Himmel tanzen. Manchmal bewegen sie sich mit unfassbarer und wilder Geschwindigkeit, manchmal schweben sie ganz faul in großen Bögen am Horizont entlang. Sie zeigen sich als geisterhafter  Wisch in grün, rot oder lila, der urplötzlich in einer gigantischen Explosion auseinanderbrechen kann. Der Vorhang der Nordlichter fällt von Ende August bis Anfang April. Nicht umsonst sind die Northwest Territories seit 2013 offiziell die „Aurora Capital of the World“

Polarlichter (c) NWT
Polarlichter (c) NWT

Zu tief ins Glas geschaut?


Wer denkt, die Aurora ist das einzige magische Phänomen am Himmel der Northwest Territories, der hat weit gefehlt! Wie ein Phantom zeigen sich die sogenannten Sun Dogs und lassen den Beobachter glauben, dass sich die Sonne vervielfältigt hat. In den kälteren Monaten formen sich Eiskristalle in den Wolken, die als Prismen fungieren und das Licht brechen. Manchmal zeigt sich dieses Phänomen wie ein Heiligenschein um die Sonne. Manchmal ertappt man sich aber auch dabei, dass man 3 Sonnen gleichzeitig sieht.  Als ob das noch nicht wild genug ist, erscheinen diese Nebensonnen in verschiedenen Farben von rot bis blau, je nachdem wie nahe sie zur tatsächlichen Sonne stehen.

Sun Dog (cc) AJ Batac;
Sun Dog (cc) AJ Batac;

Magie des Eisnebels:


In den kältesten Monaten des Jahres verwandelt ein weiteres schimmerndes Phänomen die Northwest Territories in ein himmlisches Winter-Wunderland: der Eisnebel. Im Gegensatz zu normalem Nebel schweben hier keine Wassertröpfchen, sondern kleine Eiskristalle in der Luft und verzaubern die Szenerie.

Nach dem eisigen Abenteuer: das 5-Sterne Aurora Erlebnis:


Nach einem langen Tag auf den Eisstraßen dürfen sich Liebhaber der Polarlichter ab kommendem Winter auf ein neues Aurora-Erlebnis freuen. Dann eröffnet die luxuriöse Solstice Lodge ihre Pforten in der Nähe von Yellowknife inmitten der Wildnis des borealen Waldes und unweit der Küste des Great Slave Lake. Während die Gäste tagsüber bei diversen Outdoor Programmen die Gegend erkunden können,  ist am Abend pures Verwöhnprogramm angesagt. Die 5-Sterne Lodge im Boutique-Stil bietet ihren Gästen neben 42 Suiten, Loft Cabins und Baumhäusern diverse Lounges, ein exquisites Restaurant mit Bar, einen Weinkeller sowie eine Wellnessoase mit Poolbereichen, komfortablen Saunen und Massageräumen. Jede Gästeunterkunft ist mit eigenem Kamin und großen Panorama- und/oder Dachfenstern ausgestattet – die Beobachtung des nächtlichen Himmels und der Aurora Borealis beim Einschlafen garantiert aufregende Nächte.

Weitere Informationen über die Northwest Territories gibt es unter www.spectacularnwt.de.

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