Start USA Georgia Das Erdnuss Festival mit Jimmy Carter

Das Erdnuss Festival mit Jimmy Carter

So etwas gibt es nur in Georgia, USA – am 26. September

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Peanut Festival (c) Georgia Tourism
Peanut Festival (c) Georgia Tourism
Alles dreht sich um die Erdnuss beim Plains Peanut Festival in Georgia. Die winzige Heimatstadt des Altpräsidenten Jimmy Carter feiert jährlich ein Stadtfest mit Tanz und Parade rund ums Thema Erdnüsse. Natürlich ist der ehemalige Staatschef und passionierte Erdnussbauer mit von der Partie; Gäste sind willkommen.

Kaum mehr als 700 Einwohner zählt das Städtchen Plains, 240 Kilometer südwestlich von Georgias Hauptstadt Atlanta gelegen. Wenig hat sich hier in den letzten Jahren verändert. Der Heimatort des Ex-Präsidenten Jimmy Carter und seiner First Lady Rosalynn ist eine sehr ländliche amerikanische Kleinstadt geblieben und lebt nach wie vor vom Anbau der Erdnuss. Und die will beim Erdnuss Festival gefeiert sein.

Peanut Festival (cc) Georgia Peanut Commission;
Peanut Festival (cc) Georgia Peanut Commission;

Am 26. September ist es wieder so weit. Zum 19. Mal stellen die Bürger ihr einerseits typisch amerikanisches Kleinstadtfest auf die Beine: einen Samstag mit bunter Parade samt Blaskapelle und Cheerleader-Truppe, Spaßlauf über eine Meile und Fünf-Kilometer-Rennen für die etwas besser trainierten Läufer. An Verkaufsständen gibt es Antiquitäten, Kunsthandwerk und leckeres Südstaaten-Essen. Dazu zählen gerade hier auch die berühmten gekochten Erdnüsse. Live-Bands spielen Country und Blues.

Andererseits ist dieses Fest einzigartig. Die „berühmtesten Bürger der Stadt“ sind angekündigt. Mit der Umschreibung meinen die Veranstalter vor allem den ehemaligen amerikanischen Präsidenten Jimmy Carter, der in Plains einmal als Erdnussbauer begonnen hat und den Beruf jetzt wieder ausübt – wenn der Friedens-Nobelpreisträger nicht gerade in aller Welt für die Menschenrechte kämpft. Noch vor wenigen Jahren führte er die Parade als „Grand Marshall“ an: auf einem Dreirad stehend. Inzwischen winkt er lieber von einem Balkon. Der dann fast 91 Jahre alte Farmer lässt es sich weiterhin nicht nehmen, in kariertem Baumwollhemd und Jeans, Bücher zu signieren und am Sonntagmorgen um 10.00 Uhr in der Maranatha Baptist Church die Sunday School zu geben, den Kindergottesdienst. Für den Vorabend am Freitag von 21.00 Uhr bis Mitternacht ist Tanz auf den Straßen angekündigt. Zu ihrem Stadtfest heißen die Bürger von Plains auch Besucher aus Europa willkommen.

Mainstreet Plains (c) Georgia Tourism
Mainstreet Plains (c) Georgia Tourism

Zu seinen ständigen Attraktionen zählt Plains die Farm, auf der Jimmy Carter seine Kindheit verbrachte, das Klassenzimmer seiner Grundschule und den Bahnhof, in dem er als Präsidentschaftskandidat das Hauptquartier seines Wahlkampfes aufgeschlagen hatte. Das Jimmy Carter National Historic Site der Nationalparkverwaltung fasst diese Kleinode zusammen und informiert in einem Besucherzentrum über das Leben der Familie Carter. Die Museumsbahn SAM mit ihrer mächtigen amerikanischen Diesellok fährt auch während des Peanut Festival: Abfahrt dann ist 9.00 Uhr. Man übernachtet im Bed & Breakfast-Hotel Plains Historic Inn oder in der neun Meilen entfernten Stadt Americus im Windsor Hotel, wo auch schon die Gangsterlegende Al Capone logierte.

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