Heißer Wintersport am Lake Havasu in Arizona

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In den Wintermonaten zieht es viele Menschen zum Skifahren oder Snowboarden in die Berge. Wer es in dieser Zeit jedoch lieber warm mag, aber nicht auf Action und Skier verzichten möchte, sollte einmal den Lake Havasu besuchen.

Arizonas „Spielplatz“ liegt im Westen auf der Grenze zu Kalifornien und zählt nach dem Grand Canyon zum beliebtesten Ausflugsziel des Staates. Absolutes Highlight ist die importierte London Bridge aus dem Jahre 1831 mit dem benachbarten English Village. Drumherum versprechen zudem zahlreiche Freizeitmöglichkeiten oder spektakuläre Events wie das Hot Balloon Festival einen erlebnisreichen Urlaub.

London Bridge – die größte jemals verkaufte Antiquität

Durch den Bau des Parker Damms entstand in den 1930er Jahren zu Füßen der Chemehuevi Mountains der 72 Kilometer lange Lake Havasu – Havasu bedeutet übrigens „Land des blau-grünen Wassers“ und stammt von den Chemehuevi Indianern.
Nachdem der Fabrikant Robert Paxton McCulloch ein beträchtliches Stück Land an dem See erworben hatte, suchte er in den 1960ern nach Wegen, der neugegründeten Stadt Lake Havasu City mehr Besucher zu bescheren.

Großer Touristenmagnet

Die heiße Sonne Arizonas versprach hervorragende Urlaubsbedingungen, es fehlte nur eine anziehende Sehenswürdigkeit. Kurzerhand entschied er sich, die in England zum Verkauf stehende London Bridge für 2,46 Millionen Dollar zu ersteigern. Diese begann nach 138 Jahren treuer Dienste unter dem zunehmenden Verkehr und der eigenen Last von 130.000 Tonnen langsam in der Themse zu versinken. Die Versteigerung machte sie laut dem Guinnessbuch der Rekorde zur größten jemals verkauften Antiquität der Welt. 10.264 Quader der Fassade wurden ins über 8.600 Kilometer entfernte Arizona verschifft und auf ein modernes Stahlskelett befestigt, wodurch einiges an Gewicht eingespart werden konnte. Seitdem die Brücke vor genau 45 Jahren wiedereröffnet wurde, ist sie einer der größten Touristenmagneten des Grand Canyon States.

Ein von Jimmy Y (@jimmy__y) gepostetes Foto am

Festivals of Lights

Besonders beliebt ist auch das jährlich im Dezember stattfindende Festival of Lights, bei dem über 500.000 Lichter die Brücke und das angrenzende English Village stimmungsvoll in Szene setzen. Der kleine Ortsteil in klassischer englischer Tudor-Architektur bildet das touristische Zentrum von Lake Havasu City. Hier gibt es eine Vielzahl an Boutiquen, Souvenirshops und Restaurants, die zum Verweilen einladen, bevor sich in die Fluten gestürzt wird.

Arizonas “Spielplatz” in der Wüste

Mehr als 300 Tage Sonne im Jahr, traumhafte Strände sowie eine riesige Vielfalt an Aktivitäten machen Lake Havasu City auch in den Wintermonaten zum Hot Spot für unternehmungslustige Urlauber. Vom Speedbootverleih übers Wakeboarding bis hin zu Wasser- und Jetskiparcours ist der See für Wassersportler ein wahres Paradies. Seit neuestem lassen sich hier sogar die futuristischen Flyboards ausprobieren, mit denen regelrecht über das Wasser geflogen werden kann. Aber auch entspannte Fahrten mit dem eigenen Hausboot oder Tauchgänge zu versunkenden Schiffswracks garantieren Abwechslung. Damit jeder irgendwann wieder in den Hafen zurückfindet, stehen um den gesamten See über 24 Leuchttürme – mehr als in jeder anderen Stadt der USA. Die Bauwerke sind funktionierende und detailverliebte Replikate bekannter Türme von der Ost- und Westküste im Maßstab 1:3.

Havasu Balloon Festival

Doch das Abenteuer lockt nicht nur auf dem Wasser. Die umliegende Wüste und die nahen Chemehuevi Mountains eignen sich hervorragend für Wanderungen oder temporeiche Mountainbike-Touren. Einen perfekten Ausblick erhalten die Besucher wiederum aus der Vogelperspektive, beispielsweise bei einer Fahrt mit dem Heißluftballon. Die beste Gelegenheit dazu haben Gäste beim siebten Havasu Balloon Festival vom 13. bis 15. Januar 2017. Mehr als 80 Heißluftballone werden den Himmel über dem See in ein buntes Farbenmeer verwandeln.

Hot Air Ballon Festival @ Lake Havasu (1 of 1)-18

Von oben betrachtet werden auch die monumentalen Ausmaße der London Bridge erst richtig deutlich. Interessanterweise gab es ursprünglich eigentlich gar keinen Fluss, den es zu überwinden galt. Erst nachdem die Brücke errichtet wurde, trennten Bauarbeiter eine Halbinsel durch den Bau eines Kanals vom restlichen Festland ab. Gelohnt haben sich die Mühen auf jeden Fall!

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