TEILEN
In Alaskas Metropole Anchorage liebt man Events in der freien Natur – besonders in der kalten Jahreszeit. Dann jagt eine Veranstaltung die nächste. Das weltweit härteste Schlittenhunderennen für Mensch und Tier ist der Iditarod. In diesem Jahr findet er bereits zum 44. Mal statt.

Das härteste Schlittenhunderennen der Welt startet jedes Jahr in Anchorage Anfang März. „The Last Great Race” führt die Musher und ihre Schlittenhunde über eine Strecke von über 1800 Kilometern vom Start im südlich gelegenen Anchorage durch die unberührte, in Eis erstarrte Wildnis Alaskas bis nach Nome an der Beringsee. Mit derzeit 85 Teams kann bei der 44sten Ausgabe des Iditarod gerechnet werden. Außer den zahlreichen Hundeschlittenführern aus den USA, werden auch Musher aus Schweden, Norwegen und Kanada antreten. Mit dabei ist auch der aus der Schweiz stammende, vierfache Champion Martin Buser. Titelverteidiger Dallas Seavey tritt ebenfalls an. Er bewältigte 2015 die 1049 Meilen in acht Tagen, 18 Stunden und 13 Minuten. Der Startschuss fällt am 5. März 2016 auf der Fourth Avenue in der Stadtmitte. Ganztägig wird an diesem Samstag in der alaskanischen Metropole gefeiert. Im Start- und Zielbereich gibt es am meisten zu sehen.

Iditarod Start 2

Halluzinationen

Die besten Teams kommen nach acht bis neun Tagen ins Ziel. Unterwegs müssen sie sich immer wieder an den Kontrollpunkten melden. Manche benötigen bis zu vierzehn Tage. Zum Schlafen kommen die Hundeschlittenführer nur selten. „Die härteste Phase beginnt nach fünf Tagen“, sagt Martin Buser. „Dann machen sich Kälte und Schlafmangel schmerzlich bemerkbar. Es gibt eigentlich keine echte Pause. Bei den Stopps hat man alle Hände voll zu tun mit der Zubereitung des Futters, mit dem Versorgen und Massieren der Hunde. Man beginnt zu halluzinieren. Das Rennen ist eine Grenzerfahrung. Umso größer die Euphorie, wenn das Ende naht.“

Diphterie Epidemie in Nome

Der „Iditarod“ geht auf das Jahr 1925 zurück. Damals war unter den Einwohnern in Nome Diphterie ausgebrochen. In einem beispiellosen Wettlauf gegen die Zeit transportierten insgesamt zwanzig Musher mit mehr als 100 Hunden das Serum bis ans Beringmeer. Ursprünglich war der Trail im 20. Jahrhundert eine Versorgungsstrecke zwischen dem Süden und dem Norden Alaskas. Schlitten- oder Zughunde wollen täglich laufen. Damit sie im Training bleiben, werden sie daher auch sommers regelmäßig beispielsweise vor einen Trainingswagen gespannt.

Mehr Infos unter Iditarod-Race

KEINE KOMMENTARE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT