Gigantische Lawine in Alaska
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Turnagain Pass/USA (AP) - April 1999
Eine gigantische Lawine in einem
Erholungsgebiet in Alaska hat vermutlich elf Menschen unter sich
begraben.
Bis gestern abend wurden vier Tote geborgen; die Polizei ging aufgrund
von Vermißtenmeldungen von sieben weiteren Menschen aus, die
wahrscheinlich ums Leben kamen. Augenzeugen berichteten von einer 3,2
Kilometer breiten Wand aus Schnee, die sich am Sonntag nachmittag von
einem Berg am Turnagain Pass im Staatsforst Chugach gelöst hatte, rund
90 Kilometer südöstlich von Anchorage. Etwa 20 Minuten zuvor ging eine
kleinere Lawine ab. In der Gegend waren zum Zeitpunkt des Unglücks bei
Sonnenschein und klarer Sicht mehrere hundert Menschen mit
Schneemobilen unterwegs. Freiwillige Helfer suchten im neun Meter tiefen
Schnee mit Stangen nach Verschütteten. Die Polizei wertete auch
Videoaufnahmen eines Zeugen aus. Ein Sprecher sagte, die Lawine sei
möglicherweise von den Schneemobilfahrern ausgelöst worden. Diese
hätten miteinander gewetteifert, wer an dem Steilhang die größte Höhe
erreichen könne.
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Mount McKinley soll wieder Denali heißen
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Anchorage, 21.6.99 (tdt)
- Der Mount McKinley in Alaska soll seinen alten indianischen Namen
wiedererhalten: Denali. Der Bundesstaat hat dazu in Washington ein entsprechendes Gesetz
eingebracht. Der Nationalpark rings um den 6194 Meter hohen Gipfel trägt bereits den
Traditionsnamen, der bedeutet: "Der Hohe". Der Mount McKinley ist Nordamerikas höchster Berg
und wurde 1901 nach dem damals ermordeten amerikanischen Präsidenten umbenannt.
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Schwindender Ölboom bringt Alaska in Not
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12.09.1999 14:13
Anchorage (AP)
Noch wirkt Alaska wie ein Wunderland. Der US-Staat erhebt weder Einkommens-, noch Mehrwert- oder
Mineralölsteuern. Statt dessen schickt die Regierung jedem der rund 620.000 Bürger vom Kleinkind bis zum
Greis zum Jahresende einen dicken Scheck - 1998 waren es 1.500 Dollar (2.830 Mark). Das Geld stammt aus
der Dividende eines «Zukunftsfonds» (Permanent Fund), in dem sich rund 26 Milliarden Dollar Öleinnahmen
angesammelt haben. Doch nun holt Alaska die Wirklichkeit ein: Der einst unermessliche Ölsegen geht
langsam, aber sicher zur Neige.
Am Dienstag nun sollen die Wähler im nördlichsten Staat der USA in einer Volksbefragung
mitbestimmen, ob ein Teil der jährlichen Milliarden-Dividende aus dem Zukunftsfonds für Staatsausgaben
verwendet werden darf. In Umfragen vom Juli waren zwei Drittel der Teilnehmer dagegen, freiwillig auf ihr
Weihnachtspräsent zu verzichten und das Geld der misstrauisch beäugten Bürokratie zu überlassen. Die
Gegner porträtieren den demokratischen Gouverneur Tony Knowles und die republikanische Mehrheit im
Landesparlament in Fernsehspots als Piraten und Freibeuter. Die Befürworter hingegen versichern, es gebe
keine Alternative.
«Die Zeiten, in denen die Ölindustrie alleine den Staat aufrechterhalten konnte, sind vorbei», sagt Ronnie
Chappell. Er ist Sprecher des Ölmultis BP in Anchorage, der nach der bevorstehenden Fusion mit dem
Konkurrenten Arco rund 75 Prozent der Ölreserven an der arktischen Nordküste Alaskas kontrollieren wird.
1989 flossen Chappell zufolge zwei Millionen Barrel Öl pro Tag durch die Trans-Alaska-Pipeline zum
Verschiffen an die Südküste. Zehn Jahre später ist es nur noch die Hälfte. «Die großen Ölfelder erreichen
langsam ein reifes Alter», sagt Chappell. Zwölf Milliarden Barrel seien in 22 Jahren gefördert worden, sechs
Milliarden Barrel weiterer Vorkommen seien bekannt.
Mit der Menge des geförderten Öls sind in den vergangenen Jahren auch die Staatseinnahmen aus
Pachtverträgen, Produktions- und Umsatzsteuern eingebrochen, die rund 75 Prozent der Gesamteinnahmen
des Staats ausmachen. Betrug der Gewinn aus der Öl-Produktionssteuer 1984 noch 1,3 Milliarden Dollar, so
lag er 1998 noch bei 577,8 Millionen Dollar. Die Gewinnbeteiligung für verpachtetes Staatsland fiel in der
gleichen Zeit von 1,05 Milliarden auf 512 Millionen Dollar, wie die amtliche Statistik zeigt.
«Rette deine Dividende»
Als langfristige Lösung schlägt Knowles vor, die 1980 auf dem Höhepunkt des Ölbooms abgeschaffte
Einkommenssteuer wieder einzuführen - was das konservative Parlament umgehend blockierte. Schließlich
einigten sich beide Seiten im Mai auf die Volksbefragung zur Verwendung des 1976 geschaffenen
Rücklagenfonds, deren Ergebnis aber nicht bindend ist. Der Vorschlag lautet, die jährliche Dividende von
derzeit etwa 1,6 Milliarden Dollar zur Hälfte an die Bürger auszuschütten und zur anderen Hälfte für den
Haushalt zu verwenden. Damit wäre eine dauerhafte Geldquelle aus Kapitaleinnahmen geschaffen.
Doch Bürger und Politiker aller Couleur gehen auf die Barrikaden. Der Vorschlag laufe auf eine Kopfsteuer
hinaus, die Familien und Arme benachteilige, meint Tuckerman Babcock von der Kampagne «Rette deine
Dividende»: «Ein Millionär in Anchorage zahlt 360 Dollar; eine allein Erziehende Serviererin mit drei Kindern
zahlt 1.440 Dollar. Das ist falsch.» Während der finanzielle Druck bei einem Ölpreis von inzwischen wieder
über 20 Dollar sinkt, setzen Republikaner unter den Gegnern der Fonds-Lösung auf Sparen im Staatsapparat
und bei den Ausgaben. Demokraten plädieren für eine Lösung einschließlich Einkommenssteuern.
Linke Gruppen wie die Alaska Public Interest Research Group verlangen höhere Steuern auf die
Ölindustrie. Deren Profite seien in den vergangenen Jahren enorm gestiegen, sagt Sprecher Jim Sykes. Die
Ölmultis hätten die 550.000 Dollar teure Kampagne zugunsten des Haushaltsplans nur deshalb rund zur Hälfte
finanziert, weil sie am meisten profitierten. Gouverneur Knowles will hingegen eine industriefreundliche Politik,
zumal er auf neue Investoren hofft, die weitere Ölfelder im Norden erschließen und die künftige BP-Übermacht
brechen.
Es gebe keinen ernstzunehmenden Vorschlag zur langfristigen Sanierung der Staatsfinanzen ohne die
Fonds-Dividende, sagt Knowles. In dem 1,5 Millionen Quadratkilometer großen Riesenstaat müssten weiter
Strassen gebaut werden, die ländlichen Schulen brauchten unbedingt Geld. Der Nachttopf, der für
Zehntausende auf dem Land immer noch zum Alltag gehöre, solle endlich ins Museum, beteuert Knowles. Das
wiederum lassen die Retter der Dividende nicht so stehen. Der Staat, der nach Angaben der Ölindustrie über
die Jahre rund 46 Milliarden Dollar aus der Förderung einnahm, habe während des Ölbooms nicht überall
Abwasseranlagen und Infrastruktur gebaut. Deshalb werde es erst recht nicht passieren, wenn der Reichtum
schwinde.
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Mensch und Bär
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Juneau, 2.8.99 (tdt)
- Im Denali Nationalpark in Alaska untersuchen Ranger und Wissenschaftler, wie
Bären auf Menschen reagieren, die in ihre Reviere eindringen. Selbst in diesem einsamen, im
nördlichsten Bundesstaat der USA gelegenen Park wird "Meister Petz" zunehmend vom Menschen
gestört. Mit dem umgerechnet rund 125 000 Mark teuren Forschungsvorhaben sollen nicht nur die
Lebensgewohnheiten der Tiere ermittelt werden. Die Experten entwickeln auch verschiedene
Modelle zum Nebeneinander von Mensch und Bär.
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Erdbeben in der Region Anchorage
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Palmer/USA (AP) - 22.07.1999
Ein Erdbeben der Stärke 5,3 hat am späten Mittwochabend Teile Alaskas erschüttert. Das Epizentrum des
Bebens lag nach Angaben des Tsunami-Warnzentrums in Palmer rund 30 Kilometer östlich von Anchorage,
der größten Stadt Alaskas. Berichte über Schäden lagen zunächst nicht vor. Die Erschütterungen seien aber
heftig genug gewesen, um Gegenstände von Regalen stürzen zu lassen, hieß es. In Alaska gibt es häufig
Erdbeben, die meistens eher leicht verlaufen.
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Handel mit bedrohten Arten
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WWF - 1999
Ein Glück, daß der Wilde Westen wenigstens diese Gesetze kennt: Produkte aus Walrosszähnen - vor allem in Alaska angeboten - sind
absolut illegal. Ebenso der Wandschmuck mit Federn von Wildvögeln. Schon eine einzelne Feder zu besitzen, kann als Gesetzesverstoß
geahndet werden. Produkte von amerikanischen Schwarzbären, Grizzlybären und Eisbären erfordern spezielle Ausnahmegenehmigungen.
Walrösser, Seehunde und andere Meeressäugetiere sind komplett geschützt. Nur ausgewählte Künstler unter den Ureinwohnern dürfen
Teile dieser Tiere benutzen.
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