Anchorage in Alaska ist ein idealer Ausgangspunkt für die Jagd nach dem Polarlicht. Viele der besten Orte sind von der Stadt aus leicht zu erreichen. 

Das Nordlicht, auch Aurora Borealis genannt, entsteht häufig am Himmel über Alaska. Partikel kollidieren mit der Erdatmosphäre und bewirken dieses natürliche und erstaunliche Wunder. Um das Nordlicht zu sehen, braucht man eine gute Planung, etwas Glück und ein wenig Geduld.

Helle Lichter in der Großstadt

Anchorage ist ein idealer Ausgangspunkt für das Betrachten der Nordlichter. In Anchorage gibt es viele Reiseführer, die ein Auge für diese magischen Lichter haben. Die milden Wintertemperaturen sorgen dafür, dass sich jeder wohlfühlt. Und wenn die Sonne aufgeht, gibt es in Anchorage noch viele andere Möglichkeiten, um zu beeindrucken.

Nordlichter Alaska (c) McLennan
Nordlichter Alaska (c) McLennan

Tipps für die Beobachtung von Nordlichtern

Wählen Sie die richtige Jahreszeit – Die beste Chance, Polarlichter zu sehen, besteht zwischen Ende August und Mitte April, wenn die Nächte dunkel genug sind, um Polarlichter zu sehen.

Planen Sie genügend Zeit ein – Maximieren Sie Ihre Chancen, indem Sie mehrere aufeinanderfolgende Nächte für das Nordlicht einplanen. Auch wenn Sie nicht jede Nacht unterwegs sind, können Sie sich bei mehr als einer Nacht auf Wetteränderungen und die besten Polarlichtbedingungen einstellen. Und wenn Sie eine Nordlichttour für den Anfang Ihrer Reise planen, haben Sie am Ende Ihrer Reise mehr Zeit, wenn Sie noch mehr Polarlichter sehen möchten.

Prüfen Sie die Vorhersage – Klare Nächte sind wichtig; noch besser ist es, wenn es nicht viel Mondlicht gibt. Sie können auch die nächtliche Polarlichtvorhersage des Geophysikalischen Instituts der UAF prüfen. Eine Bewertung von drei oder höher ist eine erstklassige Polarlichtnacht – je höher, desto besser.

Minimieren Sie künstliches Licht – Am besten ist es, sich an einem Ort mit klarem, dunklem Himmel aufzuhalten. Sie müssen nicht weit gehen, um aus der Innenstadt herauszukommen und von den Straßenlaternen wegzukommen.

Polarlichter über Anchorage (c) Jody Overstreet
Polarlichter über Anchorage (c) Jody Overstreet

Acht Logenplätze außerhalb von Anchorage 

Flattop Mountain: Mit seiner erhöhten Lage und der schnellen Erreichbarkeit aus der Stadtmitte heraus ist der Hausberg von Anchorage einer der beliebtesten Aussichtspunkte für die Beobachtung von Polarlichtern. Schon vom Parkplatz aus genießt man bei klarem Nachthimmel einen freien Blick nach Norden. Der steile Aufstieg zum Gipfel wird mit einem spektakulären Rundum-Panorama belohnt.

Point Woronzof: Dieser direkt am Ufer des Cook Inlet gelegene Spot ist fantastisch für die Nordlicht-Beobachtung, da er einen völlig freien Blick nach Norden und Westen bietet. Weil das Areal an der Einflugschneise des Flughafens liegt, „kollidieren“ die tanzenden Lichter hier mit landenden Flugzeugen.

Hatcher Pass: Der Hatcher Pass bietet durch seine alpine Lage außerhalb des Stadtgebiets auf über 900 Metern Höhe einen klaren Nachthimmel für die Polarlicht-Beobachtung. Die Gipfel der Talkeetna Mountains und historischen Gebäude der Independence Mine dienen dabei als spektakuläre Kulisse für Aurora-Fotografen.

Eklutna Tailrace: Dieser künstliche Wasserkanal liegt rund 35 Meilen nordöstlich von Anchorage im Knik River Valley. Dank der großen Entfernung zur Stadt herrschen hier ideale Bedingungen für die Polarlichtbeobachtung. Da die umliegenden Berge den Blick nach Norden freigeben, tanzen die Lichter spektakulär über dem ruhigen Wasser und zeichnen sich eindrucksvoll hinter der Fußgängerbrücke ab.

Eklutna River: Das weite Flusstal des Eklutna River und sein Mündungsbereich bieten einen hervorragenden, unversperrten Blick auf die tanzenden Polarlichter. Die hell erleuchteten Gipfel der Chugach Mountains und des fließenden Wassers sorgen für eine zauberhafte Kulisse.

Eagle River Nature Center: Tief eingebettet im Chugach State Park schirmt die massive Bergkulisse das künstliche Licht der Stadt perfekt ab und sorgt für einen der dunkelsten Himmel der gesamten Region. Ein kurzer Spaziergang führt zu barrierefreien Aussichtsplattformen entlang des Flussbettes, die eine dramatische Kulisse für das Naturschauspiel bieten.

Beluga Point: Südlich von Anchorage direkt am Turnagain Meeresarm gelegen, wo 1778 Captain Cook auf seiner Suche nach der Nordwestpassage umdrehen musste, bietet dieser markante Aussichtspunkt (wo im Sommer die Belugawale zu sehen sind) einen freien Blick nach Süden und Westen über das Wasser. Hier spiegeln sich die gegenüber liegenden Berge und die vorbeiführende Eisenbahnlinie sorgt für das gewisse Etwas im Aurora-Fotomotiv. Die Anreise über den Seward Highway ist spektakulär.

Girdwood: Der Ort, 60 Kilometer südöstlich von Anchorage, ist ideal für die Aurora-Borealis-Beobachtung. Von der MooseMeadows, einem riesigen, freien Schneefeld, hat man einen großartigen Blick auf den Mount Alyeska mit dem größten Skigebiet Alaskas und der umliegenden Bergkette. Hier wird auch Nachtskilauf angeboten. Vom Hotel Alyeska Resort, von hier geht auch die Bahn ins Skigebiet, kann man sich zu einer Polarlicht-Tour aufmachen. Das Hotel übernimmt den Weckruf.

Aurora-Beobachtungsreisen

Mehrere Unternehmen bieten Übernachtungs- und sogar mehrtägige Aurora-Beobachtungsreisen an. Einige bieten auch andere Aktivitäten bei Tageslicht an, z. B. Hundeschlittenfahrten oder Schneemobilfahrten. Wenn Sie sich mit einem ortskundigen Führer auf den Weg machen, können Sie Ihre Chancen, das Nordlicht zu sehen, erheblich verbessern.

Lange Sommertage sind zu hell, um Polarlichter zu sehen, aber Sie können sie trotzdem beobachten: Achten Sie auf Planetariumsshows und Videoproduktionen, die im Anchorage Museum, an der University of Alaska Anchorage und im Alaska Center for the Performing Arts gezeigt werden.

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