Start USA Illinois Chicago: Diese Spezialitäten gehören auf die Bucketlist jedes Foodies

Chicago: Diese Spezialitäten gehören auf die Bucketlist jedes Foodies

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Typisches Essen in Chicago (c) Choose Chicago
Typisches Essen in Chicago (c) Choose Chicago

Eine kulinarische Entdeckungsreise durch Chicago ist auch eine Reise durch die Stadtgeschichte – und lohnt sich deshalb gleich doppelt.

Viele Gerichte, die heute als typisch amerikanisch gelten, haben in Chicago ihren Ursprung. Sie entstanden in den Einwanderervierteln der Stadt, die Rezepte wurden von Generation zu Generation weitergegeben oder sie sind das Ergebnis eines kreativen Experiments.

Italian Beef: Dry, wet oder dipped lautet die Frage

Kaum ein Gericht ist so eng mit Chicago verbunden wie das Italian Beef. Das Sandwich entstand Anfang des 20. Jahrhunderts in der italienischen Community. Dünn geschnittenes, langsam gegartes Rindfleisch wird auf einem weichen Brot serviert und mit Paprika und/oder scharfer Giardiniera, einer Mischung aus eingelegtem Gemüse und Chili, verfeinert.

Besonders Chicago-typisch ist die Variante mit Giardiniera. Die wichtigste Frage aber lautet: dry, wet oder dipped? Die Antwort entscheidet darüber, ob das Sandwich trocken bleibt (dry), mit etwas Jus beträufelt wird (wet) oder komplett in die würzige Rindfleischsauce getaucht wird (dipped).

Eine der traditionsreichsten Adressen für die Spezialität ist Al’s Italian Beef, dessen ursprünglicher Standort in Little Italy noch heute existiert. Ebenfalls Kultstatus genießt Johnnie’s Beef im Vorort Elmwood Park. Wer das Gericht aus der Serie „The Bear“ kennt, sollte dagegen Mr. Beef in River North ansteuern.

Hot Dog (c) Choose Chicago / Kathleen Hinkel
Hot Dog (c) Choose Chicago / Kathleen Hinkel

Chicago-Style Hot Dog: alles – nur kein Ketchup

Der Chicago Hot Dog folgt seinen eigenen Regeln: Eine Wurst aus reinem Rindfleisch kommt in ein Mohnbrötchen und wird großzügig mit gelbem Senf, weißen Zwiebeln, Relish, Dillgurkenstreifen, Tomate, Sport Peppers, also kleinen, eingelegten, scharf-würzigen grünen Chilischoten, und Selleriesalz bedeckt. Ketchup gilt bei echten Chicagoern als kulinarische Todsünde.

Wo sollten Reisende ihn probieren? Bei Portillo’s an der Ontario Street in River North, The Wieners Circle in Lincoln Park und Jim’s Original in Little Italy. Für ein besonders nostalgisches Erlebnis lohnt sich außerdem ein Abstecher zu Superdawg in Norwood Park: Das legendäre Drive-in serviert Chicago-Style Hot Dogs seit Jahrzehnten und gehört zu den Institutionen der Stadt.

Jibarito: Puerto Rico trifft Chicago

Wie vielfältig die kulinarische DNA Chicagos ist, zeigt auch der Jibarito. Das Sandwich wurde in der puerto-ricanischen Community der Stadt erfunden. Das Besondere: Frittierte, plattgedrückte grüne Kochbananen ersetzen das klassische Brot. Gefüllt werden sie typischerweise mit Fleisch, Käse, Salat, Tomate und Knoblauch-Mayonnaise.

Am besten probieren Besucher den Jibarito dort, wo seine Geschichte begann: in Humboldt Park. Zu den bekannten Adressen in der Nachbarschaft gehören La Bruquena und Papa’s Cache Sabroso. Ein Besuch lässt sich außerdem mit einem Spaziergang entlang des Paseo Boricua verbinden, dem kulturellen Zentrum der puerto-ricanischen Gemeinschaft.

Deep Dish und Tavern Style: Chicagos zwei legendäre Pizza-Varianten

Natürlich gehört die Deep Dish Pizza auf jede Chicago-Bucketlist. Der dicke Rand, reichlich Käse und die Tomatensauce, die auf die Zutaten kommt, machen sie unverwechselbar. Zu den traditionsreichen Adressen, um sie zu genießen, zählen Uno Pizzeria, die 1943 gegründet wurde, sowie Lou Malnati’s, dessen Pizza ebenfalls zu den Klassikern der Stadt gehört. Auch Giordano’s bietet die charakteristische Chicago-Variante an – unter anderem am Navy Pier.

Doch Chicago hat noch eine zweite Pizza-Tradition: die Tavern-Style-Pizza. Ihr dünner, knuspriger Boden wird traditionell in kleine Quadrate geschnitten und ist vor allem in den Neighborhoods beliebt.

Brownie @ Palmer House (c) Choose Chicago
Brownie @ Palmer House (c) Choose Chicago

Der Brownie: Hier wurde er erfunden

Eine der schönsten kulinarischen Geschichten Chicagos steckt in einem kleinen Stück Gebäck. Der Brownie wurde 1893 im Palmer House für die World’s Columbian Exposition in Chicago entwickelt. Das Gebäck sollte klein genug sein, um es bequem mitnehmen zu können, und zugleich den Besuchern der Weltausstellung etwas Besonderes bieten.

Mehr als 130 Jahre später können Reisende den Brownie noch immer dort probieren, wo seine Geschichte begann: im Palmer House, einem der traditionsreichsten Hotels Chicagos. Der Original-Brownie wird heute im Lockwood Restaurant & Bar im historischen Lobbybereich serviert. Er wird weiterhin mit Walnüssen und der charakteristischen Aprikosenglasur zubereitet.

Garrett Mix: Chicagos süß-salzige Versuchung

Manchmal braucht es für einen Chicago-Klassiker nur zwei Zutaten – und den Mut, sie zu kombinieren. Der Garrett Mix verbindet süßes Caramel Crisp mit herzhaftem Cheese Corn. Die ungewöhnliche Mischung aus karamellisierter Süße und würzigem Käsegeschmack wurde zu einer der bekanntesten kulinarischen Erfindungen der Stadt.

Die Geschichte begann 1949, als Garrett Popcorn in Chicago gegründet wurde. Bis heute wird das Popcorn in den Geschäften nach eigenen Rezepturen in Kupferkesseln frisch zubereitet. Der Duft von frisch karamellisiertem Popcorn ist in Chicago deshalb Teil des Alltags. Eine Tüte Garrett Mix gehört fast ebenso zu einem Chicago-Besuch wie ein Foto vor der Skyline. Zahlreiche Filialen machen es leicht, den Snack unterwegs mitzunehmen – etwa beim Bummel über die Magnificent Mile oder am Navy Pier.

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