Utah Olympic Park und National Ability Center in Park City

Spielen, wo die Olympischen Teams trainieren

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Einmal im Leben mit über 100 Stundenkilometer durch eine Bobbahn zu rauschen, daran denkt man als Laie sicher erstmal nicht – dies ist aber durchaus möglich, und zwar im Utah Olympic Park, der 2002 für die Olympischen Winterspiele von Salt Lake City im benachbarten Park City gebaut worden war und danach auch für Besucher geöffnet wurde.

Die Bobbahn, eine von nur zwei in den USA, ist aber nicht der einzige Thrill in der rund 160 Hektar großen Anlage in Park City, in der auch heute immer noch das US Olympic Team trainiert, vor allem in Hinblick auf die Olympischen Winterspiele in Pyeongcheang, die am 9. Februar beginnen. Aber nicht nur hier trainieren Athleten, denn nach den Spielen ist vor den Spielen: am 8. März beginnen die Paralympics, auf die sich die US-amerikanischen Athleten u.a. im National Ability Center in Park City vorbereiten.

Bobbahn – Mit über 100 km/h durch den Eiskanal

Utah Olympic Park (c) Visit Park City
Utah Olympic Park (c) Visit Park City

Die Bobbahn gehört sicherlich zu den Highlights im Utah Olympic Park, ob man nur selber mutig genug ist und in den Bob steigt oder anderen Laien oder auch den Profis dabei zuschaut. Drei Passagiere können sich hier gleichzeitig mit einem professionellen Piloten in den Viererbob zwängen, dann geht es mit 100 km/h durch den Eiskanal, dessen Ende knapp 120 m tiefer, einige Stundenkilometer schneller und 15 Kurven aber keine Minute später erreicht ist. Wer sich traut, der kann dies noch bis zum 2. April 2018 erleben, sollte sich aber vorher dafür anmelden. Preis pro Person beträgt rund 175 US Dollar. Auch im Sommer wird dieses Abenteuer angeboten, dann rauscht man ein kleines bisschen langsamer, knapp unter 100 km/h, dafür aber um einiges günstiger.

Hochseilgarten – Nur für Schwindelfreie

Gleich drei verschiedene Parcours gibt es im Hochseilgarten im Utah Olympic Park, die alle sowohl im Winter als auch im Sommer geöffnet sind. Speziell für Kinder ausgelegt ist der Discovery Course, wo sich die Jüngsten durch enge Lücken und über schmale Objekte vorwärtsbewegen. Für Anfänger bietet sich der Canyon Coursean, in dem man in bis zu 7 m Höhe seine Fähigkeiten mit schwingenden und hängenden Elementen testen kann. Wer sich hiervon nicht entmutigen lässt, kann dann im Summit Course weitermachen, der mit schwierigeren Aufgaben aufwartet, die in bis zu 17 m Höhe gelöst werden müssen. Wem auch das nicht genug Aufregung ist, kann sich noch vom Drop Tower stürzen. Zunächst rauscht man an einer 115 m langen Seilrutsche über die Baumwipfel hinweg und landet auf dem Drop Tower. Der einzige Weg, um von hier wegzukommen, führt steil nach unten – indem man über den Rand der Plattform tritt und sich 20 m in die Tiefe fallen lässt. Jeder Parcours kostet 20 USD.

Seilrutschen – schneller, weiter, steiler

Wer die steilste Seilrutsche Nordamerikas testen will, muss im Sommer nach Park City kommen. Entlang der 120 m langen Sprungschanze im Utah Olympic Park rutscht man mit 95 km/h das knapp 460 m lange Seil herunter und erreicht sein Ziel 150 m tiefer. Nicht selten ist man dann gleichzeitig mit den Profis in der Luft, die hier im Sommer trainieren. Im Frühjahr 2018 kommt eine weitere Zipline hinzu, an anderer Stelle und mit sieben Zwischenstopps.

Adaptive Training (c) National Ability Center, Bailey Edelstein
Adaptive Training (c) National Ability Center, Bailey Edelstein

National Ability Center – Möglichkeiten für alle

Diese gemeinnützige Einrichtung, die bereits seit 1985 besteht, richtet sich an Menschen mit Behinderung, die dazu ermutigt werden sollen, ihre Möglichkeiten in verschiedensten Aktivitäten auszuschöpfen und unterstützt diese bei der Ausübung ihrer Sportart. Im Winter werden Programme zum Abfahrtski, Langlauf, Snowboarding und vielem mehr angeboten. Als nur eines von 12 Gold U.S. Paralympic Sports Clubs trainieren hier auch die US Athleten und bereiten sich mit Hilfe des Centers auf die Paralympics in Pyeongcheang vor. Touristen können das Angebot des National Ability Centers (NAC) ebenfalls nutzen und an Halbtages, Tages oder Wochenprogrammen teilnehmen. Spezielles Equipment wie Mono-Ski, Bi-Ski, Snowboard etc. kann ausgeliehen werden, und wer sich schon sicher fühlt und sich vor Ort gut auskennt, kann sofort losziehen; für alle anderen stehen erfahrene Guides zur Verfügung. Das NAC setzt sehr stark auf Inklusion, Familie und Freunde sind deshalb eingeladen, die Touren zu begleiten.

Park City (c) Park City Chamber/Bureau
Park City (c) Park City Chamber/Bureau

Utah Olympic Park und National Ability Center

Der Utah Olympic Park befindet sich kurz vor dem Canyons Village in Park City. Der Eintritt inklusive der beiden Museen Alf Engen Ski Museum und des 2002 Salt Lake Winter Olympic Games Museum ist frei, nur die einzelnen Aktivitäten kosten Geld. Das National Ability Center ist in mehreren Gebäuden untergebracht, die beiden Hauptgebäude befinden sich mitten in Park City. www.utaholympiclegacy.org und www.discovernac.org

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