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Acht bis zehn der über 30 Skigebiete in British Columbia (BC) sind aufgrund der Erreichbarkeit und internationalen Klasse für europäische Reisende von besonderem Interesse: Whistler, Big White, Silver Star, Sun Peaks, Fernie, Panorama, Kicking Horse und Revelstoke. Red und Whitewater Resorts zählen noch zu den Geheimtipps.
  • Die Baumgrenze liegt höher als in Europa; so kommen „Baumfahrer“ richtig auf ihre Kosten.
  • Viele Skiorte sind autofrei und verfügen über sog. Ski-in/Ski-out-Resorts, d.h. die Unterkünfte liegen meist in Fußnähe zu einem Lift.
  • Viel Platz auf den Pisten, kein Gedränge und selten lange Warteschlangen am Lift. In vielen Skigebieten sind Snow Hosts oder Mountain Hosts unterwegs: einheimische Skifahrer, die Gäste gratis mit dem Skigebiet vertraut machen und dabei gerne auch mal die eigene Lieblingspiste zeigen.
  • BC ist weltweit führend im Bereich des Heliski: 70.000 Höhenmeter in sieben Tagen können versierte Skifahrer mit professionellen Heliski-Anbietern erleben.
  • Großartiger Winterurlaub und –spaß abseits der Pisten: Wolf Calling oder Heliski am Fjord, Sturmwanderungen am Pazifik oder Schlittschuh laufen in der Heimat des Eishockey.
  • Und last but not least die großen Schneemengen, die hier Jahr für Jahr niedergehen. In Whistler fallen bspw. im Jahresdurchschnitt knapp zwölf Meter, im Fernie Alpine Resort sind es bis zu elf.
BC (c) Destination BC / Randy Lincks;
BC (c) Destination BC / Randy Lincks;

Whistler/Blackcomb: Mehrfach ausgezeichnet und im besten Alter

Das beste Skigebiet Nordamerikas wird 50 Jahre alt – im September wählten die Leser des nordamerikanischen SKI MAGAZINE Whistler zum zweiten Mal hintereinander auf Platz 1. Seit seiner Eröffnung im Winter 1966 haben Betreiber und Freiwillige Whistler zu dem gemacht, was es heute ist: Ein mehrfach ausgezeichnetes Wintersportresort, das es als erstes Skigebiet in Kanada Snowboardern erlaubte, den Lift zu nutzen; das mit der PEAK 2 PEAK Gondola im Guinnessbuch der Rekorde steht und es schaffte, die Olympischen Winterspiele 2010 nach British Columbia zu holen. Im Januar 2016 sollen Events und Aktivitäten in Whistler an diese und viele andere kleinere und größere Erfolge und Errungenschaften erinnern. Mehr über Whistlers unglaubliche Erfolgsgeschichte zeigt der Film 50 Years of Going Beyond:

Keine Frage, dass die Jubiläums-Saison Neues bereithält: Darunter WB+, eine interaktive Online-Plattform, die es Gästen ermöglicht, über den Scan der Lifttickets die eigenen Skitage nachzuvollziehen. Das kulinarische Angebot der renovierten Rendez-Vous Lodge wurde u.a. um eine Bio-Burger-Bar erweitert. Mit dem Ski Opening am 26. November soll auch das beeindruckende Audain Art Museum eröffnen. Weitere Infos: www.whistler.com

 

Heli-Skiing – Der Traum vom grenzenlosen Skifahren

Die Provinz British Columbia steht als Synonym für Heli-Skiing, seit der Österreicher Hans Gmoser Mitte der 1960er Jahre die ersten Gäste mit dem Helikopter in die Bugaboo Mountains flog. Kurze Zeit später gründete er das Unternehmen Canadian Mountain Helicopters (CMH), das in der Saison 2014/15 fünfzigsten Geburtstag feierte. Mittlerweile ist CMH der größte Heliski-Anbieter weltweit, der pro Jahr über 7.000 Gäste versorgt. Ebenfalls ein alter Hase und seit mehr als drei Jahrzehnten im Geschäft ist Mike Wiegele Heliskiing mit Sitz in der Region Kootenay Rockies im Osten British Columbias. Hier sind auch folgende Anbieter zu Hause: Mica Heliskiing, Chatter Creek, Eagle Pass Heliskiing, Great Canadian Heliski, Robson Helimagic und Stellar HeliSkiing. Die Wintersport-Resorts Panorama, Revelstoke und Silver Star bieten dem Winterurlauber übrigens Heli-Skiing direkt vom Skigebiet aus: RK Heli-Skiing, Selkirk Tangiers Heli Skiing bzw. Eagle Pass Heliskiing.

Hüttenwanderung auf den Bowron Lakes

Im Sommer gilt sie als eine der schönsten Kanurouten Kanadas, im Winter verwandelt sich die Seenplatte in ein Gebiet für Skitourengeher. Dann nimmt Dave Jorgenson, Betreiber und Skiführer von Whitegold Adventures in Wells, Gäste mit in die fantastische Wildnis der Cariboo Mountains. Es geht über verschneite Portagen und zugefrorene Seen, die Wölfe in dieser Zeit besonders gerne nutzen, um ihr Revier zu erweitern. Übernachtet wird in gemütlichen Hütten mit Holzofen. Je nach Wetterlage besteht die Möglichkeit Kite-Skifahren auszuprobieren oder gar in einem Iglu zu nächtigen.

 

Winterstürme am Pazifik

Skischuhe und Anorak werden in BC im Winter auch gerne einmal gegen Neopren getauscht, Stürme freudig begrüßt – auch von Nicht-Wellenreitern. Spaziergänge mit Biologen und Naturführern von Long Beach Nature Tours stehen in Tofino/Ucluelet genauso auf der Agenda wie der Sturmgenuss vom gemütlichen Great Room aus, dem Gemeinschaftsraum einer Lodge. Ein besonderes Highlight ist das „Storm Watching“ von der Badewanne aus, mit Blick auf Meer und/oder Regenwald, z.B. im Hotel Wickaninnish Inn.

DogMushing (c) Destination BC
DogMushing (c) Destination BC

Analog extrem: Briefversand per Hundeschlitten

„Go“, „Gee“ und „Haw“ – das ist „Musher“-Sprache und für Schlittenhunde die Aufforderung, loszulaufen beziehungsweise rechts oder links abzubiegen. Am besten lässt sich die faszinierende Welt der schnellen Vierbeiner dort entdecken, wo „Dog Sledding“ noch zur traditionellen Fortbewegungsart gehört, zum Beispiel im Goldgräberland der Cariboo-Region. Hier findet seit über 20 Jahren das Hundeschlittenrennen Gold Rush Trail Sled Dog Mail Run auf der historischen „Cariboo Waggon Road“ statt. Vom 21.-24. Januar 2016 werden Hundeschlitten, aber auch Langläufer und Skijöring-Gespanne zum 24. Mal an den Start gehen und Briefe von Quesnel via Wells bis Barkerville transportieren.

 

Wo sich früh aufstehen lohnt

Einige der Skigebiete British Columbias ermöglichen es Skifahrern und Boardern, frühmorgens und vor dem Gros der Wintersportler, als erste ihre Spuren im weißen, weichen Pulverschnee zu ziehen. Die Skigebiete Whistler, Sun Peaks und Revelstoke bieten sogenannte Fresh- bzw. First Tracks-Programme an. Während bei fast allen das Frühstück inklusive ist, unterscheiden sich die Angebote teilweise deutlich voneinander: Bis zu 650 Gäste täglich können in Whistler die „Fresh Tracks“ nutzen, in Revelstoke sind es 28 pro Tag. In Sun Peaks dürfen die „Earlybirds“ sogar nur dreimal pro Woche an den Start.

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